Die Gewinner des Bluetooth Innovation World Cup 2010
08 | 02 | 2011 | Kategorie: Navispace
Die Bluetooth SIG gab am 7. Februar 2011 in München den Gesamtsieger des Bluetooth Innovation World Cup 2010 bekannt.
Mit ihrem am Ohr getragenen Sensor, der in der Kategorie Gesundheitswesen eingereicht wurde und die Aktivität, den Energieaufwand und den Gang des Trägers erfasst, konnte sich die Pervasive Computing Group des Imperial College in London gegen 270 Beiträge aus aller Welt durchsetzen. Der Sensor misst die Balance, Körperhaltung, Aktivitätsniveau und Herzfrequenz, und überträgt diese Informationen kabellos auf einen Computer oder anderes Endgerät, auf dem die Daten vom jeweiligen Gesundheitsberater, ob Arzt, Krankenkasse oder Pflegedienst überwacht werden können.
Nachdem der Sensor extrem klein und leicht sein soll, muss er mit extrem niedrigem Energieverbrauch arbeiten. Dies wird durch die Nutzung der Bluetooth low energy wireless technology möglich.
Der Preis wurde im Rahmen der ispo, der weltweit größten Sportartikelmesse von Dr. Mike Foley , CEO der Bluetooth Special Interest Group verliehen. Professor Guang-Zhong Yang von der Pervasive Group nahm das Preisgeld in Höhe von USD $5,000, ein Bluetooth Qualification Program Gutschein mit einem Wert von bis zu US $10,000, und ein Anritsu Test Set mit einem Gegenwert von USD $17,000 entgegen.
In der Kategorie Haustechnik gewann Nicholas Pau vom Wireless Research Centre (WRC) der Universität von Christchurch, NZ, mit seinem Nachfüllalarm für Gasflaschen. Das Gerät löst einen Alarm aus, sobald es Zeit ist eine Flüssiggasflasche, die zum Heizen oder Kochen genutzt wird auszutauschen, darüber hinaus kann er über undichte Kanister informieren.
Biju Thomas aus den USA gewann in der Kategorie Sport und Fitness. Er stellte einen Aufprallsensor vor, der detaillierte Messungen über Erschütterungen bei Sportunfällen möglich macht. Nutzbar wird diese Technik z.B. in Helmen, die dann Auskunft geben darüber, wie hart man beim Ausüben unterschiedlichster Sportarten auf den Kopf gefallen ist. Die Schwere des Aufpralls kann gemessen und mittels Bluetooth low energy technology auf ein Handy übertragen werden. Dies könnte helfen Kopfverletzungen, die gerne unterschätzt werden und das Leben eines Menschen extrem gefährden können besser zu behandeln.
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